Lombok - Trauminsel

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Die knapp 4.600 qkm große Insel gehört zu den kleinen Sundainseln und liegt jenseits der 300 m tiefen und 35 km breiten Strasse von Lombok – der Wallace –Linie (nach dem Naturforscher Sir Alfred Wallace benannt). Sie soll die klimatische, zoologische und botanische Grenze zwischen den Inseln markieren, wonach Bali eher zu Asien, Lombok hingegen zu Australien gehört. Natürlich ist diese Grenze in Wirklichkeit nicht so klar zu ziehen. Das Landschafsbild vonLombok wird durch den 3.726 m hohen Gunung Rinjani beherrscht, den dritt höchsten Berg Indonesiens. Die Balinesen vergleichen den Gunung Agung auf Bali und den Gunung Rinjani auf Lombok mit einem Ehemann und seiner Frau, obwohl letzterer größer ist. Eine Gebirgskette um den Gunung Rinjani durchzieht den unzugänglichen, von großen Teakwäldern bedeckten, besiedelten nördlichen Teil Lombok´s. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen hingegen liegen im Hochland und den südlich angrenzenden fruchtbaren Anbaugebieten. Sie ziehen sich wie ein Gürtel vom bevölkerungsreichen Westen in den Osten, während die trockenen Küstenniederungen einen savannenartigen Charakter haben. Auf Lombok gibt es kein Industrie, auch die Bedingungen für Reisanbau sind nicht so gut wie auf Bali. Die Haupterträge der Landwirtschaft liefern Maniok, Zwiebeln und Kokosnüsse, auch Fischfang und Viehzucht haben Bedeutung. Ebenso vielfältig wie die Landschaft sind die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen der Insel. 75% der 2,8 Millionen Bewohner Lomboks sind Sasak. Der Gunung Rinjani mit seinem Kratersee Segara Anak ist für sie der Heilige Ort. Die Sprache der Sasak ist eng verwandt mit der in Bali. Wie die Balinesen sind auch die Sasak eher Bauern als Seefahrer. Aber hier enden die Gemeinsamkeiten auch schon. Da die indischen und javanischen Einflüsse nicht nach Lombok eindringen konnten, haben die Sasak ihre strohgedeckten Stelzenhäuser, die Ladang Methode für die Landwirtschaft und die animistische Religion beibehalten. Handwebstühle werden noch überall benutzt. Sukarara ist das wichtigste Zentrum der Webkunst. Weberfamilien leben in fast jedem Dorf, ebenso die Korbflechter. Der Sasak - Stamm, der am engsten mit seiner Tradition verbunden blieb, nennt sich Waktu Telu. Obwohl sie sich zum Islam bekennen, halten sie die täglichen Gebetszeiten oder den Fastenmonat Ramadan nicht ein. Einige verehren nicht nur öffentlich die Ahnenschreine sondern auch den Geist des See Segara Anak. Die ursprüngliche Heimat der Watu Telu liegt an der Nordflanke des Gunung Rinjani. Die Mehrzahl der Sasak sind jedoch orthodoxe Moslems und leben in dem mit vielen Moscheen bestückten Tiefland Korridor, der südlich des Rinjani die Insel durchzieht. Diese Sasak stammen von Waktu Lima genannt ab und könnten dem Geist Bali nicht fremder sein. Bis heute ist nicht ganz geklärt, wie der Islam nach Lombok gelangte. Legenden berichten von einer Verbindung mit dem legendären Prediger Sunan Giri, der bei Surabaya in Ost Java begraben liegt. Eine entscheidende Rolle spielten aber wahrscheinlich die Makasaren von Süd Celebes (heute Süd Sulawesi) die im 17.Jahrhundert die kleinen Sundainseln beherrschten. Im 17. Jahrhundert begann auch der Balinesische Staat Karangasem Kolonien auf Lombok zu gründen. Die Balinesen regierten die Insel 150 Jahre lang bis 1894 die Feudalherrschaft mit der Niederlage gegen die Hollländer ein Ende fand. Die kolonialisierten Gebiete lagen im Westen von Mataram, der heutigen Inselhauptstadt. Durch die Anwendung Balinesischer Bewässerungstechniken konnte sich Mataram zu einem grossen Reisproduzenten und Exporteur entwickeln. Noch heute ist dies die grünste Region der Insel und Heimat für den Grossteil der Balinesen auf Lombok, die etwa 10 % der Bevölkerung bilden und Anhänger der Hindu-Darma Religion geblieben sind. Bis heute sind sie darauf bedacht, ihre hinduistischen Bräuche und Traditionen zu wahren. Ein weiterer Bevölkerungsteil ist die chinesischstämmige Minderheit. Die ersten Chinesen wurden von den Holländern als billige Arbeitskräfte nach Lombok gebracht, wo sie haupsächlich zur Arbeit in den Reisfeldern eingesetzt wurden. Später gestand man ihnen mehr Rechte zu und erlaubte ihnen den Aufbau eigener Geschäfte, meist Restaurants und Läden. Die Mehrheit der Chinesen leben heute in Ampenana und Cakranegara, wo fast jedes Geschäft und etwa jedes zweite Restaurant von ihnen geführt wird. In Ampenan lebt ein großer Teil der arabischstämmigen Minderheit, die sehr devote Moslems sind und dem Koran gehorsam.